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Bildungsreferentin Veronika Büscher hilft jungen Familien

Struktur, Gelassenheit und ein offenes Ohr

Veronika Büscher kennt die alltäglichen Herausforderungen, vor denen besonders junge Familien Tag für Tag stehen. Nicht nur aus persönlicher Erfahrung als vierfache Mutter, sondern auch aus beruflicher Sicht. Denn die 53-Jährige engagiert sich seit 25 Jahren in diesem Bereich. Begonnen hat sie in der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen mit dem „Babyschwimmen“. „Wir waren gerade von Oberhausen nach Buldern gezogen, als mich die Leiterin der FBS, Irmgard Neuß, gefragt hat, ob ich mir eine Mitarbeit vorstellen kann“, berichtet Büscher. Und weil sie neue Herausforderungen liebt, sagte sie ja, nahm an vielen Fortbildungen im Eltern-Kind-Bereich teil, qualifizierte sich weiter zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, Systemische Beraterin und schloss den Master für Coaching ab. „Der therapeutische Hintergrund ist für meine Arbeit als Ehrenamtskoordinatorin bei ‚wellcome‘ sehr hilfreich“, informiert sie.

Vor fünf Jahren gründete die Bildungsreferentin in Dülmen dieses Angebot für junge Familien. „Besteht kein familiäres oder soziales Netzwerk durch Eltern, Geschwister oder Nachbarn vor Ort, fehlt den jungen Familien oft eine Unterstützung, Entlastung und Stärkung im turbulenten Familienalltag. Sie fühlen sich allein gelassen“, weiß sie aus ihrer Arbeit. „wellcome“ sei ein verlässliches Angebot, bei dem Ehrenamtliche zwei bis drei Stunden wöchentlich in die Familien kämen. „Leider ist es noch keine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft, Hilfe annehmen zu dürfen. Daher fällt es den Familien oft sehr schwer, diesen ersten Schritt zu gehen“, berichtet Büscher, die auch Familienaufstellungen leitet. Doch wenn sie diesen gegangen seien, erlebten sie wie hilfreich „wellcome“ sei.

35 Ehrenamtliche engagieren sich in diesem präventiven und intergenerativen Angebot. „Die Spanne der Engagierten reicht von der 23-jährigen Studentin bis zur 73-jährigen Seniorin“, berichtet Büscher. Der Vorteil der Ehrenamtlichen: „Sie gehen mit ihrer Verlässlichkeit und Lebenserfahrung in die Familien und sind gute Ansprechpartner für die Familien. Sie bringen alte Werte mit, Struktur und Gelassenheit sowie ein offenes Ohr.“ Auch in Flüchtlingsfamilien komme das Angebot gut an. Dort gelinge die erste Integration beispielsweise über Lieder, Singspiele und die gemeinsame Erkundung des Sozialraums.

Büscher liegen die Menschen am Herzen. „Es macht Freude zu sehen, wie sich sowohl die Familien im Kontakt mit den Ehrenamtlichen als auch umgekehrt entwickeln. Es ist toll mit Menschen zu arbeiten, die so viel Herz haben und Herz geben“, schwärmt sie von ihrer Arbeit. Ihr ist es ein Anliegen, sich dafür einzusetzen, dass Familie gut gelingen kann. Dafür sei „wellcome“ ein wunderbares Angebot.

Michaela Kiepe