Sinnfluencerin Sonja

Netzwerken, strukturieren, Quatschen

Das zählt Pastoralreferentin Sonja aus Borken zu ihren drei größten Talenten. Deshalb quatscht sie hier und in den sozialen Netzwerken ab 2020 über ihren Arbeitsalltag in der Seelsorge. Da trifft sie ständig auf interessante Persönlichkeiten. Aber am liebsten würde sie sich mal auf einen Kaffee mit der Schweizerin Nicole Petignat treffen - der ersten Profi-Schiedsrichterin im Männerfußball. 

Name: Sonja
Geburtsjahr: 1985
Beim Bistum seit: 2012
Beruf: Pastoralreferentin
Talent: Netzwerken, Strukturieren, Quatschen
Lebensmotto: Stay hungry, stay foolish.
Lieblingsheilige(r): Hl. Antonius; der Klüngel-Töns hilft mir besonders bei verlegten Schlüsseln
Mein Namenstag: 15.05. (Sophia)
Erste App am morgen: „ZEIT online“ beim ersten Kaffee
Lieblings-Kirchenlied: Wäre Gesanges voll unser Mund
Hashtag, der mich beschreibt: #doitwithlove
Einmal Kaffee trinken mit: Nicole Petignat, der ersten Schiedsrichterin im Profi-Männerfußball
Meine Themen als Sinnfluencer: Alltägliches, Beruf(enens), Gott, Kirche und die Welt

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Bei Facebook und Instagram von Gott sprechen

Sie ist mit Facebook groß geworden. Die sozialen Netzwerke und Kom-munikationsmöglichkeiten gehören für Sonja Stratmann zum Leben, zum Alltag: „So konnte ich nach dem Abitur am einfachsten Kontakt zu meinen Freunden halten, die überall hin ent-schwunden sind.“ Als Pastoralreferentin der Borkener Propsteigemeinde St. Remigius nutzt die 34-Jährige Facebook und Instagram auch, um sich mit anderen über Gott und die Welt auszutauschen. Seit kurzem ist die gebürtige Bocholterin eine von vier Sinnfluencern des Bistums Münster, die als eine Art Markenbotschafter aus ihrem Alltag erzählen und sich in den sozialen Netzwerken über die Schulter schauen lassen.

Mit ihrem ungewöhnlichen Engagement möchte Sonja Stratmann ihren Glauben in eine Sprache bringen, die jeder versteht: „Und ich möchte durch die Posts zeigen, dass wir in der Kirche nicht nur schwere Themen haben, mit denen wir nur schleppend vorankommen, son-dern dass wir auch eine junge Kirche sind, die etwas bewegt.“ 

Nach dem Abitur hat Sonja Stratmann zuerst eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau gemacht. Aber der Berufswunsch Pastoralreferentin hat sie auch während dieser Zeit nie wirklich losgelassen: „Mit 23 Jahren habe ich dann noch mal neu angefangen.“ Sie studierte Religionspädagogik in Paderborn und ging nach dem Abschluss zur weiteren Ausbildung als Pastoralassistentin in die Pfarrei Anna Katharina nach Coesfeld.

Seit 2016 gehört Sonja Stratmann zum Seelsorgeteam von St. Remigius in Borken. Schwer-punktmäßig kümmert sich die 34-Jährige vor allem um die Jugendarbeit und die Firmvorbe-reitung. Sie übernimmt Predigt- und Beerdigungsdienste und ist außerdem Ansprechpartne-rin für die Kindertagesstätten und Schulen in der Kreisstadt.

Dass sie viel und gerne bei Facebook und Instagram unterwegs ist, haben natürlich auch die Jugendlichen der Propsteigemeinde längst mitbekommen. Von ihnen gibt es immer wieder ehrliche Feedbacks: „Ich habe auf Initiative der Bischöflichen Pressestelle im vergangenen Jahr für die Fastenzeit kurze Videos aufgenommen und online gestellt. Den Jugendlichen haben sie nach eigenen Aussagen gefallen.“ Solche Rückmeldungen freuen die Pastoralrefe-rentin. Denn sie hofft, durch ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken das Bild der Kirche ein Stück mit verändern zu können: „Wir sind kein Verein von alten Männern, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, die etwas dazu beitragen kann, dass diese Welt ein bisschen besser wird.“

Gudrun Niewöhner
 

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