Erzieherin Gabriele Richter-Mülder arbeitet im Kindergarten, den sie selbst besuchte

Wie aus dem Bilderbuch

Es klingt fast wie eine Geschichte aus dem Bilderbuch: Als Kind besuchte die heute 58-jährige Gabriele Richter-Mülder den Kindergarten St. Peter in Duisburg-Rheinhausen. Als Schülerin absolvierte sie dort ein Praktikum und fasste den Entschluss, selbst Pädagogin zu werden. „Das wollte ich unbedingt machen“, erinnert sie sich lächelnd. Nach einer Ausbildung in einer städtischen Einrichtung wurde sie in „ihrem“ Kindergarten Erzieherin – und arbeitet dort seit inzwischen 35 Jahren. Ihren heutigen Vorgesetzten lernte sie schon früh kennen: Auch er ging als Kind in den St.-Peter-Kindergarten.

Gabriele Richter-Mülder ist eines von 27 Gesichtern, mit denen das Bistum unter dem Leitwort „Gott sei Dank für Dein Talent“ in den sozialen Netzwerken, auf Postkarten und in Fachzeitschriften um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirbt. Vorgeschlagen dazu wurde sie von ihrem Vorgesetzten, „als ich das gehört habe, war ich erstmal sprachlos“, sagte sie. Spannend sei es gewesen, Protagonistin einer professionellen Werbekampagne zu werden, inklusive Fotoshooting und Videodreh. „Das war ein besonderes Erlebnis“, sagt Gabriele Richter-Mülder. „Es war sehr spannend zu sehen, was es für unterschiedliche Berufsgruppen beim Bistum gibt.“ Dass man für die Kampagne keine Modells ausgesucht hat, sondern Menschen, die tatsächlich im Dienst des Bistums stehen, findet sie gut: „Ich denke, dass es glaubwürdig ist, Mitarbeiter sprechen zu lassen. Uns kann man abnehmen, was wir sagen, weil wir wirklich dahinter stehen. Durch die Kampagne habe ich die Möglichkeit, meinen Beruf und auch meinen Glauben vorzustellen.“

Sie freut sich, für die Kirche arbeiten zu können. Es gehe menschlicher und rücksichtsvoller zu als bei vielen anderen Arbeitgebern, ist sie sich sicher. Zudem gebe es „kurze Wege“, gerade dann, wenn der Kontakt zu einem Seelsorger gefragt ist. „Dann spreche ich einfach mit dem Pfarrer, der für uns zuständig ist“, erklärt die Erzieherin. Nun ist sie auf die Reaktionen gespannt, wenn sie jemand bei der Kampagne erkennt. „Meinen Kolleginnen habe ich schon das Bild gezeigt und auch sie sind sehr interessiert, wie es jetzt weitergeht“, sagt sie lachend.