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im Bistum

Diakon Helmut van den Berg

Der Kümmerer

Wenn das Telefon klingelt oder es in Issum an der Haustür schellt, ist das für Helmut van den Berg oft mit Arbeit verbunden. Bis in die Abendstunden melden sich Menschen, die Hilfe benötigen. Wenn van den Berg dann seine Stirn in Falten legt, läuft er zu Hochtouren auf. Wer könnte noch eine Waschmaschine haben? Wie sind die Öffnungszeiten der Apotheke? „Alles geritzt“, sagt er schließlich, nach einigen Telefonaten. Der 62-Jährige lächelt zufrieden.

Einem Menschen wurde geholfen, sein Auftrag ist erfüllt. Er ist Diakon – das heißt, dass er sich neben seinem Zivilberuf dem Dienst in der Kirche verschrieben hat. Er ist vom Bischof geweiht und darf zum Beispiel im Gottesdienst assistieren, Ehen schließen, Taufen spenden und beerdigen, predigen und das Evangelium verlesen. „Das geht nur, weil mich meine Frau von Anfang an unterstützt und das mitgetragen hat“, betont er.

Auch wenn er schon lange den Wunsch hatte, bei seiner früheren Arbeitsstelle wären die vierjährige Ausbildung zum Diakon und die Seelsorgeeinsätze nicht nur am Wochenende kaum möglich gewesen. Doch im Alter von 52 Jahren konnte er seiner damaligen Arbeit bei der Post nicht weiter nachgehen. Nach der ersten Verzweiflung reifte der Entschluss, sich in den Dienst der Kirche zu stellen. „Ich wusste nicht, ob das was wird. Aber ich habe immer viel Zuspruch und Unterstützung bekommen“, sagt van den Berg und nennt dabei stellvertretend
Schwester Marlies Maurer, die er viel in der Krankenhausseelsorge begleitet hat, und Dechant Stefan Keller. Einerseits widmet er sich nun als Diakon Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Hilfe benötigen, andererseits betreut er beruflich ältere Menschen im Klostergarten.

„Ich bin dem Lieben Gott dankbar, dass ich das alles machen darf“, sagt er voll Überzeugung. Es sei attraktiv, in der Kirche zu arbeiten, dort gebe es gute Arbeitsplätze, „aber wir müssen auf die Leute zugehen“, betont er. Schließlich habe die Kirche viel zu bieten und engagiere sich in der breiten Öffentlichkeit. „Manchmal müssen wir die Leute darauf stupsen, was wir anbieten“, sagt van den Berg lachend. Auch darum beteiligt er sich gerne mit seinem Gesicht an der Suche nach neuen Talenten.

Christian Breuer